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Aus der NWZ vom 02.12.2011
Vom Boule-Virus infiziert
Aichelberg. Das typische "Klack" aufeinandertreffender Boule-Kugeln ist in Aichelberg fast das ganze Jahr über zu hören. Die Mitglieder der Pétanque-Abteilung spielen, solange es die Temperaturen zulassen.
Das Geschenk zum 30. Geburtstag hatte weitreichende Folgen: "Als ich Boule-Kugeln geschenkt bekam, spielten meine Gäste und ich bis weit in die Nacht. Dabei haben wir unseren Rasen ordentlich malträtiert", erinnert sich der Leiter der Pétanque-Abteilung beim SV Aichelberg, Udo Biber, an die Anfänge.
Derart vom Boule-Virus infiziert, reisten ein paar Aichelberger wenige Tage später mit dem Auto nach Straßburg und kamen mit einem Kofferraum voller Kugeln zurück. Mittlerweile gibt es rund 20 aktive Ligaspieler, "die anderen sind Schönwetterspieler und kommen gerne mit der Familie zum Boulespielen", sagt Biber.Korrekt heißt dieses Geschicklichkeitsspiel Pétanque, als Abgrenzung zu anderen Kugelsportarten.
Mit Vorurteilen wie: "Das ist kein Sport, das machen nur Ältere", setzen sich auch die Aichelberger auseinander: "Wer jedoch einmal ein ganzes Ligaspiel lang von morgens bis abends konzentriert auf dem Platz stand, weiß, dass das nicht stimmt, betont Monika Schellhammer. Sie kommt meist zweimal pro Woche von Eislingen nach Aichelberg, wenn es sehr kalt ist oder Schnee liegt, fahren die Spieler sogar nach Stuttgart-Möhringen in die Halle zum Training. Mit Jean-Michel Renard-Guy hat die Aichelberger Pétanque-Abteilung gar einen waschechten Franzosen in ihren Reihen, der mit seinem Akzent für französisches Flair unterhalb des Aichelbergs sorgt.
Übrigens: Auch in Göppingen wird Boule gespielt. Morgen findet von 13 bis 17 Uhr das Nikolaus-Glühwein-Boule-Turnier im Oberhofenpark statt. Veranstalter sind die Freunde Göppingen-Pessac.
Aktuelle Ranglisten des Ligabetriebs sind hier zu finden: BBPV BW Neckar Alb
Regeln des Pétanquesports auf der DPV-Seite
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